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Buell Motorrad

Die Anfänge von Buell Motorrad

Die Marke Buell war lange Zeit nur einer Minderheit von Motorrad-Puristen ein Begriff, da es die Firma verstand, die Exklusivität dieser Motorräder weitgehend vor Werbefeldzügen zu verbergen. Es wurde in der Anfangszeit von Buell wenig über diese Firma bekannt und erst seit dem Jahr 2000 ist die US-amerikanische Marke Buell auch in Europa ein Begriff.
 

Europas großer Motorradmarkt
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Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1993 als Ergebnis der Abspaltung einer kleinen Rennsparte von Harley-Davidson. Zwar blieb Harley Davidson Hauptanteilseigner bei Buell, doch ließ man der jungen Firma weitgehend freien Handlungsspielraum in ihren Entscheidungen. Fasste man bei Buell anfangs noch die Möglichkeit ins Auge, einen eigenständigen und erfolgreichen Rennstall betreiben zu können, geriet dieses kühne Unterfangen jedoch im Verlauf relativ kurzer Zeit unter die Räder der Marktwirtschaft. Aus diesem Grund wurde dieser Plan fallen gelassen und man versuchte stattdessen, das bereits vorhandene Equipment und Know-How für die Produktion von straßentauglichen Sportmotorrädern zu nutzen.
 

 

Charakteristika von Buell Motorrädern

Ab diesem Zeitpunkt wurde auch gezielter für die Marke Buell, vor allem in den USA, geworben. Dennoch blieb der Erfolg weitgehend auf der Strecke, da das Konzept des Firmengründers, Erik Buell, bei der breiten Masse der Motorradfans keine wirkliche Resonanz fand. Motorräder von Buell blieben weiterhin ein Nischenprodukt. Die Vorteile von Buell-Maschinen lagen in ihrer enormen Wendigkeit und im extrem geringen Gewicht, welche aber nur auf der Rennstrecke relevant und für ein Straßenmotorrad nur bedingt von Interesse sind. Wie die meisten Harley-Davidson Motoren, verschlingt auch der Buell-Motor verhältnismäßig viel Kraftstoff bei geringer Leistungsausbeute, so dass die Gewichtseinsparung vom Mehrverbrauch an Kraftstoff in den Schatten gestellt wird.
 

Sieht man zum ersten Mal eine Buell, so kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, es handle sich um eine halbfertige Motorradstudie auf Erprobungsfahrt. So ist die ungewöhnliche Kompaktheit wohl der Hauptgrund dafür, dass die Maschinen keine Abnehmer auf breiter Front fanden. Alles wirkt seltsam gedrungen und auf engstem Raum untergebracht. Nachdem Harley-Davidson die restlichen Firmenanteile aufkaufte, wurde 2009 dann das Ende der Motorradfertigung bei Buell bekannt gegeben. Heute existiert eine Nachfolgefirma, welche von Erik Buell unter neuem Namen gegründet wurde und die sich auf den reinen Rennbetrieb spezialisiert hat.
 

Harley-Davidson-Eigenschaften und -Bauteile in den Motorrädern von Buell

Von Buell sind vor allem die Modelle Firebolt, Lightning sowie Ulysses bekannt. Prägnant und deutlich von anderen Motorrädern zu unterscheiden, ist der unverwechselbare Motorsound. Die gelungene Klangmischung zwischen einer Harley-Davidson und einem Sportsound eröffnet einen bestimmten Reiz. Der Grund für die kompakte Bauweise von Buell-Motorrädern liegt in der Umsetzung der Firmenphilosophie Erik Buells: geringe Masse und ein extrem niedriger Schwerpunkt. Bis auf wenige Sondermodelle wurden diese Motorräder mit leistungsoptimierten Triebwerken von Harley-Davidson ausgestattet.
 

Als Grund für den Niedergang der Marke Buell werden teilweise auch unsaubere Verarbeitung angeführt sowie Probleme im Handling der Maschinen mit bestimmten Reifensorten. Alles in allem ist und bleibt die Marke Buell eine Rarität auf den Straßen.
 

 

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