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Das Mofa

Mofa, das Motorisierte Fahrrad

Bild: Mofa

Das Mofa ist laut offizieller Definition ein Fahrrad mit Hilfsmotor. Der Antrieb erfolgt in der Regel über einen luftgekühlten 50 ccm Zweitaktmotor mit einer Leistung von 1,5 bis 2,5 PS. Selten findet man auch Elektromotoren oder andere Antriebsarten. Je nach Hersteller und Modell verfügt das Mofa über bis zu drei Gänge oder eine Automatikschaltung. Die Kraft wird üblicherweise durch eine Kette auf das Hinterrad übertragen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Mofas beträgt in Deutschland 25 km/h, in Österreich 45 km/h und in der Schweiz 30 km/h.
 

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Mofa
 
Mofa, das Motor-Fahrrad
Wie ein Fahrrad hat das Mofa seitlich Pedale, die zum Starten kurz und kräftig durchgetreten werden. Bei besonders großen Steigungen kann der Mofa-Fahrer die schwache Motorleistung unterstützen, indem er in die Pedale tritt. Der Zweitaktmotor verbrennt ein Benzin-öl Gemisch im Verhältnis 1:50, das entweder an den alten Zapfsäulen mit Münzeinwurf getankt wird, oder direkt im Tank gemischt werden kann. Der Verbrauch liegt bei 1,5 bis 3 Liter für 100 km. Damit ist das Mofa die wohl günstigste Art, sich motorisiert fortzubewegen. Im Unterschied zu den bis zu 40 km/ h schnellen Mopeds und Mokicks hat das Mofa keine Sitzbank, sondern nur einen Einzelsitz und in der Regel auch keine Blinker.
 
 

Mofa Führerschein

Zum Führen des Mofas benötigt man seit Beginn der 80er Jahre eine so genannte Prüfbescheinigung, für die man eine theoretische Prüfung und einen Sehtest absolvieren muss. Der Umstand, dass vor dem 1. 4. 1965 geborene Personen diese nicht benötigen, macht das Mofa auch heute noch zum bevorzugten Gefährt für ältere Verkehrsteilnehmer.
 

Mofa Zulassung

Zur Teilnahme am Straßenverkehr braucht das Mofa keine Zulassung. Es reicht ein Versicherungskennzeichen, das es jährlich in einer neuen Farbe direkt beim Versicherer gibt, sowie eine Betriebserlaubnis. Regelmäßige TüV Prüfungen fallen nicht an. Daher war es vor allem früher sehr populär, sein Mofa zu "frisieren" und so teilweise erheblich mehr Leistung aus den kleinen Motoren herauszukitzeln. übliche Methoden waren hier die Erhöhung der Verdichtung, Veränderungen am Auspuffsystem und am Vergaser oder ganz simpel das Aufziehen anderer übersetzungen, die eine größere Endgeschwindigkeit ermöglichten. Die Polizei hatte mangels entsprechender Fachkenntnisse nur selten eine Chance, gegen diese Arten von Tuning vorzugehen.
 

Beliebte Mofa-Modelle

Das Lieblingsmodell der "Friseure" war die Kreidler Flory, für die es zeitweise komplett zusammengestellte Tuning Sätze beim Mofa Händler zu kaufen gab. Weitere Kultmarken waren die Modelle von Hercules, Zündapp, Peugeot, Garelli aus dem Quelle Katalog, die Mobylette von Motobecane - noch heute das französische Synonym für Mofa - und schließlich das in der Anschaffung unschlagbar günstige VéloSolex, bei dem die Kraft nicht wie üblich über eine Kette, sondern über eine Rolle direkt auf das Vorderrad übertragen wurde. Dieses Modell erreichte Ende der 70er Jahre sogar einmal einen Testsieg in der ADAC Motorwelt. Japanische Hersteller spielten eine eher untergeordnete Rolle.
 

War früher vor allem für die Dorfjugend das Mofa ein fester Bestandteil des Erwachsenwerdens, spielt es heute kaum mehr eine Rolle im Straßenverkehr. Es wurde durch die 50er Motorroller und durch die sportlichen 125er Leichtkrafträder verdrängt. Aber auch die immer schnelleren und komfortableren Mountain- und Racingbikes haben dieses "Fahrrad mit Hilfsmotor" heutzutage nahezu bedeutungslos gemacht.
 

 

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