Trike

Trike, das motorisierte Dreirad

Als motorisiertes und zumeist offenes Kraftfahrzeug ist das Trike mit zwei Hinterrädern und einem Vorderrad ausgestattet. Von vorne betrachtet ähnelt das Gefährt sehr häufig einem Chopper. Diesbezüglich erfolgt die Führung des Vorderrads über eine Gabel.

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Die ursprüngliche Version des Trikes besaß die Hinterachsenkonstruktion sowie den Motor des VW Käfers. Bei den meisten aktuell erhältlichen Maschinen sind diesbezüglich jedoch die Eigenkonstruktionen der jeweiligen Hersteller vorherrschend. Bekannte Hersteller für Trikes im Chopper-Typ sind Rassler, WK, Fecht, Easy Trike, Rewaco und Boom.


Ursprünge und Vorteile der Trikes

Trikes im Sinne von dreirädrigen Kraftfahrzeugen waren seit der Erfindung des Automobils bekannt. In der geschlossenen Form eher einem Automobil ähnlich, dienten und dienen die Auto-Trikes auch heute noch in erster Linie als Transportfahrzeuge. Das erste deutsche Modell der auch bei Motorradfreunden sehr beliebten Chopper-Trikes wurde im Jahre 1979 von Dietrich Fecht entwickelt. Die Trikes werden von manchen Menschen den Motorrädern vorgezogen.

Ein Grund hierfür ist unter anderem der im Vergleich zum Motorrad sehr viel bessere Sitzkomfort. Des Weiteren sind die Trikes sicherer und liegen stabiler auf der Straße als die meisten herkömmlichen motorisierten Zweiräder. Und nicht zuletzt ist ein Trike der nach außen hin offenbarte Ausdruck eines ganz besonderen Lebensgefühls. Trikes vereinen den rauen Charme einer Harley Davidson mit lässiger Eleganz. Trikes sind nicht nur deshalb bei Individualisten sehr beliebt. Nicht wenige Trikefahrer gestalten ihre Fahrzeuge auf eine Weise, die den persönlichen Vorstellungen entspricht. So sind insbesondere für die Chopper-Modelle spezielle Bausätze und diverse Ausstattungsgegenstände im Handel erhältlich, die die Umgestaltung der Trikes ermöglichen.

Nur wenige zugelassene Trikes

Die Zahl der zugelassenen motorisierten Dreiräder ist im Gegensatz zu den zwei- und vierrädrigen Kraftfahrzeugen verschwindend gering. Das Trike ist jedoch als Gefährt für jeden PKW-Fahrer geeignet, da für das Lenken eines motorisierten Dreirads kein Motorradführerschein benötigt wird. Dennoch bestehen in Bezug auf das Fahrgefühl gewisse Unterschiede. So sitzt der Trikefahrer zwar leicht nach hinten gelehnt wie in einem Auto, insbesondere in den Kurven ist ein Mitgehen des Körpers jedoch unerlässlich und auch die Führung der Lenkstange vermittelt vielmehr das Gefühl, ein Motorrad zu steuern.

Trike Hersteller

Ab den 80er Jahren wurden von verschiedenen Firmen, zum Beispiel von Kawasaki, Honda und Yamaha, Offroad-Trikes auf den Markt gebracht, die in vielen Merkmalen den Geländemotorrädern ähnelten und mit einer Hinterachse anstatt eines Einzelrades ausgestattet waren. Bekannte Modelle sind beispielsweise das Kawasaki Tecate, das Honda ATC und das Yamaha Tri-Z. Diese Maschinen lassen sich jedoch eher in die Sparte der ATVs einordnen. Während diese dreirädrigen All Terrain Vehicles in den USA auf Grund der Unfallhäufung verboten wurden, sind in Deutschland auch heute noch vereinzelt dreirädrige ATVs anzutreffen.

Fahrerlaubnis und Versicherung für Trikes

Für das Trike ist eine Fahrerlaubnis der Klasse B erforderlich. Trikes, die es höchstens auf eine Geschwindigkeit von 45 Stundenkilometer bringen und lediglich über einen Hubraum bis 50 ccm verfügen, können von Jugendlichen ab 16 Jahren mit dem Führerschein der Klasse S gefahren werden. Das Mitfahren als Beisitzer ist Kindern erst ab einem Alter von 12 Jahren gestattet. Wie beim Motorrad besteht auch für das Trike Helmpflicht. Hinsichtlich der Versicherung hat man freie Wahl, ob das Gefährt als Motorrad oder als offener Personenkraftwagen erfasst wird.

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