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Klassiker Honda Gold Wing |
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Die Honda Gold Wing ist Motorrad-Legende. Als sie 1975 auf dem turbulenten Zweiradmarkt erschien, hielt die Motorradwelt den Atem an. So etwas hatte es noch nie gegeben. Ein wassergekühlter Vierzylinder-Boxer, ein Liter Hubraum, 82 PS stark, Hinterradantrieb über Kardanwelle. Ein gewaltiges Motorrad, die Honda Gold Wing, unvorstellbar stark und schnell und dabei flüsterleise. Das musste das Nonplusultra sein, die Grenze des Machbaren.
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Heute, 35 Jahre danach, erscheint die erste Honda Gold Wing, die legendäre GL 1000, in einem anderen Licht. Nüchtern betrachtet, ist sie jetzt nicht mehr als ein leicht untermotorisiertes Gebrauchsmotorrad, zwar handlich, doch mit schlechten Bremsen und sehr weichem, unsicheren Fahrwerk. |
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Honda Gold Wing: Ein Motorrad für die LangstreckeDoch der Grundcharakter der Gold Wing blieb 35 Jahre lang erhalten. Ganze Generationen von Motorradfahrern hat die große Langstrecken-Honda durch die Lande getragen, von Boston bis Los Angeles, von Malmö bis Malaga, von Dublin bis Dubrovnik. Auf einmal schrumpften die längsten Strecken zu Kurztrips, endlose Autobahnkilometer spulten die Goldwing-Fahrer mit ihrem Vierzylinder-Boxer ab. Die Vorteile der Honda Goldwing lagen auf der Hand: Vibrationsarmer, fast unhörbarer Motor, sehr bequeme, aufrechte Sitzposition, problemloser Zweipersonenbetrieb, breite, gut gepolsterte Sitzbank, komfortable Federelemente. Kurzum: das Reisemotorrad schlechthin. So etwas hätten sich viele von BMW und Harley-Davidson gewünscht. Doch die Bayern erschreckten ihre Kunden immer noch mit drehunwilligen Zweizylindermotoren und gewöhnungsbedürftigem Fahrverhalten. Und Harley-Davidson lieferte damals erschreckende Qualität, indiskutable Motorleistung und katastrophale Bremsen. Das Motorrad mit dem "Kofferraum"Die Honda Gold Wing war das Maß der Dinge. Doch nicht alle Motorradfahrer waren von ihr überzeugt. Besonders, als die ausladenden Verkleidungen und die großen Kunststoffkoffer dazu kamen, wurde die Gold Wing mit Spott überhäuft, mehrheitlich von Liebhabern puristischer, "nackter" Motorräder aus England und Italien. Als "Einbauküche" wurde die große Honda verhöhnt. Ihre Fans störten sich jedoch nicht daran. Sie lehnten sich zurück, platzierten ihre Füße lässig auf den breiten Trittbrettern, schoben die Lieblingscassette in die Stereoanlage und ließen es rollen. Wenn es sein musste, auch zwölf Stunden am Stück. Ohne Rückenschmerzen, ohne kribbelnde Hände, ohne taube Ohren. Wo eine Triumph schon ein paar Schrauben abgeschüttelt hatte, eine Harley schon seit Stunden im Rückspiegel verschwunden und eine Ducati einfach so stehen geblieben war, da summte eine Gold Wing einfach weiter. Honda Gold Wing: Amerikanisches MotorradDie Idee zur Gold Wing stammt aus Amerika. Dort wird sie traditionell auch gebaut. Die Qualität stimmt dabei. Honda-Motorräder - auch die kleinsten - sind qualitativ immer hervorragend gewesen. Sie sind ein bisschen teurer als die anderen, aber auch besser. Kann man mit einer gebrauchten Honda Gold Wing etwas verkehrt machen? Kaum. ältere Modelle haben natürlich astronomische Kilometerleistungen hinter sich. Eine Gold Wing hält praktisch ewig, doch sechsstellige Kilometerleistungen können natürlich - dann meist recht kostspielige - Reparaturen nach sich ziehen. Positiv: Gold Wing-Fahrer gehören meist zur einkommensstarken Bevölkerung. Dementsprechend gut gewartet ist die große Honda in den meisten Fällen. Maschinen jüngeren Baujahrs sind fast immer Sechszylinder. 118 PS stark, mit allem erdenklichen Komfort. Eine gebrauchte "Wing" darf mit nicht allzu vielen Kilometern Laufleistung ruhig 20.000 Euro kosten. Die Mechanik macht keine Probleme. Wichtig: Auf einwandfreie Kunststoffteile und makellosen Lack achten, denn hier können Reparaturen teuer werden.
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